DU

Oft ging es mir nicht gut.
Ich fühlte mich einsam, verlassen, allein.
Niemand in der Nähe zum Reden,
niemand, dem ich mich wirklich anvertrauen konnte.

Dann tratst du in mein Leben.
War es Zufall? - War es Schicksal?
Ich weiß es nicht.
Je besser wir uns kennen lernten,
je öfter wir uns sahen,
desto öfter spürte ich es,
dieses Kribbeln bei jedem deiner Worte,
dieses Zittern, sobald ich in deiner Nähe war.

Sollte ich dir offenbaren,
wie sehr du mir den Kopf verdreht hast?
Ja? - Vielleicht. - NEIN!
Da war sie,
diese unendliche Angst,
dich als guten Freund zu verlieren.

Es vergingen endlose Tage, schlaflose Nächte,
Wochen, Monate voller Ungewissheit,
eh ich mir ein Herz fasste und dir sagte,
wie sehr ich mich in dich verliebt hatte.

Verschenkte Zeit voller Kopfzerbrechen, voller Sehnsucht,
voller Schmerz – schutzsuchend, haltsuchend.

Viel eher hätte ich erkennen müssen,
dass du anders bist als all die anderen,
dass du etwas ganz Besonderes bist,
dass du mir als rettender Engel geschickt wurdest.